Ausgesprochen. Abgemahnt. re:publica 2011 #rp11

Twilight panorama of Regensburg, Germany

Image via Wikipedia

– Dauer LIVE Bloggin‘ – Klassentreffen Tag 3

Wie sich ein Blogger in Bayern seine Meinungsfreiheit erstreitet
Location Kalkscheune, blauer Saal 12.00

“Journalism is publishing, what someone doesn’t want us to know. The rest is propaganda”€ –€“ dieses Zitat ist das Motto von Regensburg-Digital.de. Die bayerische Uni-Stadt hat über 130.000 Einwohner, aber nur eine Tageszeitung, deren Herausgeber ist der IHK-Präsident.

Aigner schreibt auf seinem täglichen Blog unabhängig, kritisch und zuweilen drastisch formulierend und ist damit vielen lokalen Firmen, Politikern und Institutionen ein Dorn im Auge. Der Rüstungskonzern Diehl mahnte ihn wegen seiner Wortwahl (“Streumunition”€œ) erfolglos ab, das Möbelhaus XXXLutz verklagte ihn und verlor (“€žDas Verbreiten wahrer Tatsachen ist aber grundsätzlich nicht rechtswidrig”€). Im Januar traf sich Aigner mit der Diözese Regensburg vor dem Hamburger Landgericht: Hatte die Geldzahlung an ein Opfer sexuellen Missbrauchs den €Beigeschmack von Schweigegeld oder nicht€“ und darf man das in Bayern öffentlich schreiben? Das Landgericht Hamburg meinte Nein. Doch Aigner will in die nächste Instanz gehen…

Für sein Engagement erhielt Stefan Aigner 2010 den »Twittwoch Social Media Publikumspreis«.

Thomas Pfeifer @codeispoetry www.webevangelisten.de
interviewt
Stefan Aigner @r_digital www.regensburg-digital.de

Einiges seines Artikels Schweigen gegen Geld, darf er selbst nicht wiederholen.

Er darf zum Beispiel auch nicht mehr sagen, dass die Bundeswehr Streumunition herstellt. Weil das keine Streumunition sei. Es ist eine neue Form von Streumunition.
Für sowas wird man also abgemahnt und bekommt Unterlassungserklärungen. Ach Deutschland…

Dann haben sie uns den Fall Aufklärung auf katholisch näher gebracht.
Da ging es um einen Bischof, der einen kleinen Jungen missbraucht hat. Das war 1999.
Dann wurde 6 Monate verhandelt, und im Interesse des Jungen (Als Eltern und Familie will man das in einem kleineren Ort ja nicht wirklich bekannt machen, verständlich) wurde ein Vergleich ausgehandelt. Schmerzensgeld.

Die Tat wurde allerdings nicht medizinisch indiziert. Was schlimm ist, da so später keine Kosten mehr gezahlt wurden mussten. Die Familie hatte da natürlich psychologischen Betreuungsbedarf.

Der Pfarrer bekommt eine Strafanzeige und wurde versetzt.
2001 hat er dann, entgegen der Vereinbaarung, wieder Ministrantenfahrten begleitet.

Wenig später wurde er dann in 23 Fällen des Missbrauchs verurteilt.
Aha. Das macht mich sprachlos.

Sehr tolle Stunde mit den zweien, sollte man weiter verfolgen die Zwei.

Weiter geht’s nach dem Mittag mit Die Zukunft des Internets, der Welt und des ganzen Rests.

– Dauer LIVE Bloggin‘ – Klassentreffen Tag 3

xxx
Tom Siegmund
WebErklaerer & Media 2.0

Follow me: @isartom
Podcast Special zur re:publica anhören www.stammstrecke.org

(Alle Sessions und Vorträge findet ihr auch auf http://re-publica.de/11)

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